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EU-Umweltminister einigen sich auf neues Klimaziel

Brüssel/Berlin – Kurz vor der Weltklimakonferenz COP 30 in Brasilien haben sich die EU-Umweltminister am 5. November 2025 auf ein Klimaziel für 2040 festgelegt. Die nach langen Verhandlungen erzielte Einigung bedeutet eine Abmilderung des von der EU-Kommission vorgeschlagenen Klimaziels.

5. November 2025
artjazz - stock.adobe.com
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Unter anderem soll der Start des Emissionshandels für die Bereiche Verkehr und Gebäude um ein Jahr auf 2028 verschoben werden, da einige Länder Bedenken wegen steigender Benzin- und Heizkosten hatten. Eigentlich sollen ab 2027 auch Brennstoffe einbezogen werden.

Klimaziel für 2040
Die EU selbst soll ihre Emissionen bis 2040 um 85 Prozent verringern. Der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2040 soll zwar wie geplant um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Davon sollen ab 2031 aber bis zu fünf Prozentpunkte durch den Kauf von Klimagutschriften in Drittstaaten eingespart werden können.

Das EU-Parlament muss sich noch zum Kommissionsvorschlag für das Klimaziel 2040 positionieren, einen festen Zeitplan dafür gibt es bislang nicht. Erst danach werden die Mitgliedstaaten und Parlamentarier in Verhandlungen treten, bevor das neue Ziel in Kraft treten kann.

Wohnungswirtschaft fordert Sozialverträglichkeit
Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW kritisiert an der Entscheidung, dass bisher nicht auf seinen Vorschlag eingegangen wurde, das feste Ziel von 90 Prozent Treibhausgasminderung durch Maßnahmen zu ersetzen, die eine finanzierbare, wirtschaftlich und sozialverträgliche Erreichung bis 2040 ermöglichen.

Der GdW fordert seit langem eine realistische, sozialverträgliche Priorisierung der Maßnahmen. „Klimaschutz darf nicht an den sozialen Realitäten vorbeigehen“, mahnte Axel Gedaschko, Präsident des GdW. „Wir brauchen eine neue Balance zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung.“

Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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