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EU-Kommission legt „Affordable Housing Act“ vor – GdW sieht richtige Richtung, aber noch keinen Game Changer

Berlin – Die Europäische Kommission hat am 9. September 2026 ihren Entwurf für einen „Affordable Housing Act" (AHA) vorgelegt. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßt die grundsätzliche Stoßrichtung, sieht bei den entscheidenden Hebeln für mehr Wohnungsbau jedoch deutlichen Nachbesserungsbedarf.

10. September 2026
artjazz - stock.adobe.com
artjazz - stock.adobe.com

Erstmals adressiert die Europäische Kommission Wohnungsmärkte mit besonderem Druck systematisch und erkennt an, dass die Wohnungsknappheit vor allem auf einem strukturellen Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage beruht. „Dass die Kommission das mangelnde Wohnungsangebot endlich als Kernproblem benennt und sozialen sowie bezahlbaren Wohnungsbau ausdrücklich aufwertet, ist ein wichtiges Signal“, so Axel Gedaschko, Präsident des GdW. Positiv bewertet der Verband zudem, dass Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt, leerstehende Gebäude aktiviert und moderne Bauweisen stärker zugelassen werden sollen.

Als Erfolg wertet der GdW auch, dass der Vorschlag einen klaren Fokus auf serielles, modulares und Off-Site-Bauen legt – ein Ergebnis der intensiven Gespräche mit der Kommission.

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Der „Affordable Housing Act“ der EU-Kommission ist da – und der GdW bringt es auf den Punkt: Richte Stoßrichtung, aber noch kein Game Changer für den Wohnungsbau. 🏗️🇪🇺 Erstmals benennt die EU das Kernproblem glasklar: Es fehlt an Angebot! Dass Themen wie die Beschleunigung von Genehmigungen, modulares Bauen und die Aktivierung von Leerstand in den Fokus rücken, ist ein starkes Signal und ein wichtiger Erfolg für die Wohnungswirtschaft. Aber: Der Entwurf greift an entscheidenden Stellen zu kurz. Während die Nachfrageseite (wie Kurzzeitvermietungen und Zweitwohnsitze) verbindlich reguliert wird, bleiben die echten Hebel für mehr Wohnungsbau in Deutschland – Baukosten, Zinsen, Fachkräftemangel und zu lange Genehmigungen – oft nur unverbindliche Empfehlungen. Damit aus der Initiative ein echter Durchbruch wird, braucht es mehr Verbindlichkeit:  🔹 Maximale Genehmigungsfristen mit Genehmigungsfiktion (nach dem Vorbild der Erneuerbare-Energien-Richtlinie)  🔹 Europäische Vereinfachung technischer Baunormen zur Senkung der Baukosten  🔹 Erweiterte beihilferechtliche Spielräume für kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen  🔹 Wirtschaftlich tragfähige Ausgestaltung energetischer Sanierungspflichten https://www.wohwi.online/

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