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Wohnungswirtschaft warnt vor Sanierungsbremse für Mietwohnungen

Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat bereits vor der Bauministerkonferenz am 10. und 11. September 2026 und mit Blick auf die aktuellen Haushaltsberatungen vor einer massiven Benachteiligung von Mietwohnungen durch die neuen Förderbedingungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gewarnt. Bei einem Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen sinkt die förderfähige Kostenbasis für einzelne Sanierungsmaßnahmen von bislang 360.000 Euro auf nur noch 153.000 Euro.

10. September 2026
MFH_GdW

„57,5 Prozent weniger förderfähige Kosten sind keine kleine Nachjustierung, sondern eine Sanierungsbremse. Wer die förderfähige Kostenbasis für Mehrfamilienhäuser mehr als halbiert, bremst die Wärmewende genau dort aus, wo besonders viele Menschen wohnen. Sanierungen werden verschoben, hohe Energiekosten bleiben länger bestehen und der Kostendruck auf das bezahlbare Wohnen wächst“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des GdW.

Die Kürzung trifft keine Luxusmodernisierungen. Sie trifft vor allem sozial orientierte Vermieter, die große Wohnungsbestände mit bezahlbaren Mieten schrittweise klimaneutral machen müssen. Gerade bei Gebäuden mit hohem Energieverbrauch lässt sich mit pragmatischen Einzelmaßnahmen häufig schnell besonders viel CO2 einsparen.

Das Problem wächst mit der Größe des Hauses. Ausgerechnet Mehrfamilienhäuser mit vielen Mietparteien verlieren einen besonders großen Teil ihrer förderfähigen Kosten. Damit wird die Förderung pro Wohnung dort schwächer, wo Investitionen möglichst vielen Menschen zugutekommen würden.

„Die Förderung muss breite, bezahlbare CO2-Minderung ermöglichen. Entscheidend darf nicht allein der technisch höchste Standard sein, sondern wie viel Treibhausgas mit jedem eingesetzten Förder-Euro vermieden wird. Einfach umsetzbare Maßnahmen an Gebäudehülle und Technik dürfen nicht gegenüber teuren Komplettsanierungen ins Hintertreffen geraten“, so Gedaschko.

Auch beim Bonus für serielles Sanieren braucht es eine Korrektur. Der derzeitige SerSan-Bonus schließt den Standard Effizienzhaus 85 aus. Gerade dieser praxisnahe Standard kann bei serieller Umsetzung Kosten senken und Sanierungen in großer Zahl ermöglichen. Der GdW hat dafür eine neue europaweite Rahmenausschreibung auf den Weg gebracht, die Effizienzhaus 85 ausdrücklich einbezieht.

„Wir fordern den Bund auf, die degressive Kürzung der förderfähigen Kosten bei Mehrfamilienhäusern zurückzunehmen, den SerSan-Bonus auf Effizienzhaus 85 auszuweiten und die Förderung konsequent an erreichbarer CO₂-Minderung, Einfachheit und Kostenwirksamkeit auszurichten. Die Länder bitten wir hierfür dringend um Unterstützung. Von der Bauministerkonferenz muss dazu ein klares Signal an den Bund gehen. Die Förderbedingungen müssen endlich verlässlich werden, damit die sozial orientierten Wohnungsunternehmen langfristig investieren können“, sagte Gedaschko. (schi)

🚨 Wohnungswirtschaft warnt vor Sanierungsbremse: #Wärmewende bei Mietwohnungen droht unbezahlbar zu werden Im Vorfeld der Bauministerkonferenz und mit Blick auf die Haushaltsverhandlungen warnt der #GdW: Die neuen Förderbedingungen der BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) drohen die Wärmewende im Mietwohnungsbau massiv auszubremsen. Die harten Fakten am Beispiel eines Mehrfamilienhauses mit zwölf Parteien: 📉 Die förderfähige Kostenbasis für Einzelmaßnahmen sinkt von 360.000 Euro auf nur noch 153.000 Euro – ein Einbruch von 57,5 Prozent. Das trifft keine Luxussanierungen, sondern genau die sozial orientierten Vermieter, die große Bestände schrittweise und bezahlbar klimaneutral machen müssen. Wer die Kostenbasis für Mehrfamilienhäuser mehr als halbiert, gefährdet bezahlbaren Wohnraum und lässt hohe Energiekosten für Mieterinnen und Mieter unnötig lang bestehen. Die Forderungen des GdW an den Bund: 1️⃣ Kürzung zurücknehmen: Die degressive Kürzung der förderfähigen Kosten bei Mehrfamilienhäusern stoppen. 2️⃣ SerSan-Bonus ausweiten: Den Bonus für serielles Sanieren (SerSan) auf den praxisnahen Standard Effizienzhaus 85 öffnen. 3️⃣ Fokus auf Wirkung: Die Förderung konsequent an echter CO₂-Minderung, Einfachheit und Kostenwirksamkeit ausrichten – statt nur auf den theoretisch höchsten Standard. Die #Bauministerkonferenz muss ein klares Signal an den Bund senden: Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen und auskömmlicher Förderung kann langfristig in den Klimaschutz investiert werden!

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