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Wohnungswirtschaft warnt vor Mietendeckel-Ideen: Wohnungsmangel als Grundproblem wird dadurch verschlimmert

Berlin – Die SPD hat sich für eine Länderöffnungsklausel ausgesprochen, die es Bundesländern ermöglichen soll, eigene Mietendeckel einzuführen. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW warnt davor, auf weitere Instrumente zu setzen, die das Entstehen von bezahlbarem Wohnraum zusätzlich ausbremsen würden und die Situation auf dem Wohnungsmarkt damit weiter verschlimmern.

19. Mai 2026
Adobe
Schlanke und praxisgerechte Vergabeverfahren sind notwendig, um der riesigen Herausforderung des Wohnraummangels entgegenzuwirken.Foto: Adobe Stock

„Bezahlbares Wohnen entsteht nicht durch immer neue Deckel und Verbote, sondern durch ausreichend Wohnraum“, sagt GdW-Präsident Axel Gedaschko. „Mehr Regulierung dagegen zementiert den Wohnungsmangel und damit die hoffnungslose Situation vieler verzweifelter Wohnungssuchender weiter.“

Internationale Beispiele zeigen die Risiken solcher Eingriffe deutlich. In der Schweiz gelten insbesondere Basel-Stadt und Genf als wichtige Referenzfälle für mietendeckelähnliche Instrumente. In Basel wurden 2022 Mietzinskontrollen nach Sanierungen sowie bei Um- und Ersatzneubauten eingeführt. Die ersten offiziellen Auswertungen zeigen laut Studien bislang keinen klaren dämpfenden Effekt auf die allgemeine Mietentwicklung. Gleichzeitig sind jedoch die Bauanträge für neue Wohnungen sowie Sanierungen deutlich zurückgegangen. Zudem hat der bürokratische Aufwand durch zusätzliche Verfahren spürbar zugenommen. In Genf wiederum gelten seit Jahrzehnten besonders strenge Mietregulierungen. Dort wird seit Jahren eine geringe Investitionsbereitschaft, zu wenig Neubau und eine zunehmende Vernachlässigung des Wohnungsbestands kritisiert. Gleichzeitig bleiben die Mieten für Wohnungssuchende weiterhin hoch.

„Solche internationale Erfahrungen zeigen: Instrumente wie Mietendeckel können Bestandsmieter schützen, lösen aber nicht das Grundproblem des Wohnungsmangels. Wo weniger gebaut und weniger saniert wird, verschärft sich die Situation für Menschen, die eine Wohnung suchen“, so Gedaschko. So wird eine zunehmend problematische Situation beim bezahlbaren Wohnen weiter verschlimmert.  

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Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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