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Wohnungsbau-Tag 2026: Echter Perspektivwechsel dringend notwendig

2. April 2026
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Wohnungsbau-Tag | Tobias Seifert

Berlin – „Worauf wartet Deutschland? Raus aus der Krisenstarre auf dem
Wohnungsmarkt“ – unter diesem Motto stand der Wohnungsbau-Tag am
26. März 2026 in Berlin. Angesichts dramatischer neuer Zahlen diskutierten
Vertreter aus Politik, Wohnungswirtschaft und Wissenschaft intensiv über Wege aus der sich weiter verschärfenden Wohnungskrise. Axel Gedaschko, Präsident
des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, machte deutlich, dass es jetzt einen grundlegenden Perspektivwechsel braucht.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung der aktuellen Wohnungsbau-Studie. Die renommierten Wissenschaftler Prof. Dietmar Walberg, Michael Halstenberg und Arnt von Bodelschwingh präsentierten gemeinsam die Ergebnisse. Die Prognose ist alarmierend: Für das Jahr 2026 wird ein Einbruch auf unter 200.000 neu gebaute Wohnungen erwartet und damit auf weniger als die Hälfte des tatsächlichen Bedarfs. Gleichzeitig steigen die Baukosten weiter: Im Durchschnitt liegen diese inzwischen bei rund 5.400 Euro pro Quadratmeter inklusive Grundstückskosten. Daraus resultieren Kaltmieten von mindestens 18 Euro pro Quadratmeter – ein Niveau, das für breite Teile der Bevölkerung nicht mehr tragbar ist. Die Folgen sind bereits deutlich sichtbar: Der Wohnungsmarkt ist weitgehend eingefroren. Umzüge lohnen sich kaum noch, selbst bei Verkleinerung der Wohnfläche. Gleichzeitig leben rund 9,9 Millionen Menschen in überbelegten Wohnungen, darunter besonders viele Familien mit Kindern. Die Studie macht deutlich, dass ohne eine deutliche Ausweitung des Neubaus weder soziale noch wirtschaftliche Stabilität gewährleistet werden kann. Ein Lösungsansatz: Bauen in guter und robuster Qualität, aber nicht mit den derzeit überhöhten und kostenintensiven Standards.

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Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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