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Wohnungsbau kommt bei Schwarz-Rot deutlich zu kurz

Berlin – Führende Verbände und Organisationen der deutschen Bau- und Wohnungswirtschaft haben CDU/CSU und SPD aufgefordert, bei den Koalitionsverhandlungen ein deutlich stärkeres Gewicht auf den Wohnungsbau zu legen: Das Verbändebündnis Wohnungsbau kritisiert, dass der Wohnungsbau in dem Sondierungspapier der drei Parteien vernachlässigt worden sei. Er komme deutlich zu kurz. Schwarz-Rot werde dem Stellenwert, den der Wohnungsbau in der nächsten Bundesregierung haben müsse, bislang nicht gerecht. Das sei nicht akzeptabel und müsse dringend korrigiert werden.

13. März 2025
Baustelle_GdW.JPG

„Die wirtschaftliche Bedeutung, die der Wohnungsbau als Motor für die Binnenkonjunktur hat, muss sich im Koalitionsvertrag widerspiegeln. Vor allem aber auch die soziale Brisanz, die in der Wohnungsnot in Deutschland steckt“, so das Verbändebündnis Wohnungsbau. „Alles andere wäre grob fahrlässig und verantwortungslos“, heißt es in dem Appell der Spitzenvertreter der sieben Verbände und Organisationen im Verbändebündnis Wohnungsbau.

Dem Bündnis gehören die Bau-Gewerkschaft (IG BAU), der Deutsche Mieterbund (DMB), der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) als Vertreterin der Mauerstein-Industrie sowie der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) an. In der kommenden Wahlperiode müsse es spürbare und effiziente Maßnahmen geben, die die Weichen für eine Trendwende stellen – für einen Neubau-Turbo. Insbesondere beim sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau.

Ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben. „Es ist höchste Zeit, dass wieder mehr Wohnungen gebaut werden – dass die Zahl der begonnenen Neubauten wieder signifikant nach oben geht“, so das Verbändebündnis Wohnungsbau. Als Zielmarke nannte das Bündnis 100.000 neu gebaute Sozialwohnungen und 60.000 neue bezahlbare Wohnungen pro Jahr. „Die Menschen, die dringend auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind, werden sich nicht mit einem Verharren in der aktuellen Baulethargie abfinden“, so das Branchen-Bündnis.

Es sei richtig und gut, beispielsweise Schulen als Teil der Infrastruktur zu sanieren. „Es ist dabei aber auch wichtig und notwendig, dafür zu sorgen, dass sich Familien das Wohnen im Umfeld sanierter Schulen wieder leisten können“, so das Verbändebündnis Wohnungsbau. Denn auch das bezahlbare Wohnen gehöre zu einer funktionierenden Infrastruktur. Wie das gelingen kann, wird zentrales Thema auf dem kommenden Wohnungsbau-Tag am 10. April in Berlin sein, so das Verbändebündnis. (höl/zeis)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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