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Wohnungsbau braucht jetzt echten Vorrang: Baugesetzbuch-Novelle ist wichtige Weichenstellung – wirksame Umsetzung notwendig

Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßt die geplante stärkere Priorisierung des Wohnungsbaus in dem am 27. Mai 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts ausdrücklich. Insbesondere die vorgesehene gesetzliche Verankerung eines „überragenden öffentlichen Interesses“ für den Wohnungsbau in angespannten Wohnungsmärkten bewertet die sozial orientierte Wohnungswirtschaft als wichtigen und richtigen Schritt.

28. Mai 2026
adobestock
Foto: Adobestock

„Es ist die absolut richtige und notwendige Zielsetzung, dass die Bundesregierung den Wohnungsbau künftig ausdrücklich als überragendes öffentliches Interesse einstuft. Dafür hat sich der GdW als Ideengeber lange, intensiv und letztlich erfolgreich eingesetzt“, sagt GdW-Präsident Axel Gedaschko. Mit dem Gesetzentwurf wird erstmals ausdrücklich anerkannt, dass der Wohnungsbau angesichts der dramatischen Wohnraumknappheit rechtlich stärker priorisiert werden muss. Das ist ein wichtiges Signal an Kommunen, Behörden und Gerichte.

Gleichzeitig weist der GdW kritisch darauf hin, dass die praktische Wirkung der neuen Regelung begrenzt bleiben könnte. Der vorgesehene Abwägungsvorrang gilt nur für künftige Planverfahren in angespannten Wohnungsmärkten. Vielfach geht es aber um Bauanträge in Gebieten, für die es keinen Bebauungsplan gibt. Hier findet der Abwägungsvorrang keine Anwendung. Nach Einschätzung des GdW könnte der unmittelbare Anwendungsbereich des neuen Vorrangs lediglich einen vergleichsweise kleinen Teil der Wohnungsbauprojekte erfassen. Hintergrund ist, dass nach Einschätzungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) rund ein Drittel der Bevölkerung in Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten lebt. Unter Einbeziehung der Genehmigungen über Bebauungsplanverfahren dürfte die praktische Wirkung des neuen Instruments damit lediglich etwa 5 bis 15 Prozent der Baugenehmigungen betreffen.

Hinzu kommt, dass der neue Abwägungsvorrang weiterhin mit anderen höherrangigen Interessen konkurriert. Insbesondere Belange des Klimaschutzes und die Vorgaben aus Artikel 20a Grundgesetz sowie die Klimaschutzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 24. März 2021 könnten die praktische Durchsetzung des Vorrangs weiterhin begrenzen.

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Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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