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Warum die Netzentgeltreform die Vor-Ort-Versorgung nicht ausbremsen darf

Berlin – Mit der Reform der Netzentgeltsystematik – kurz AgNes – ordnet die Bundesnetzagentur neu, wie sich Stromkunden an den Netzkosten ­beteiligen. Das Ziel ist richtig: Kosten fairer verteilen und netzdienliches Verhalten ­belohnen. Doch in der aktuellen Ausgestaltung droht die Reform ausgerechnet jene Modelle zu schwächen, die das Netz entlasten – die dezentrale Versorgung im Mehrfamilienhaus.

24. September 2026
Multi-family House or Modern Apartment Building with Solar Panel, Wooden Facade and Community Garden Landscape is Trendy of Urban Construction in Europe, Germany. Eco Housing concept.

Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW stellt weder das Verfahren noch den Grundgedanken infrage: Dass sich alle Netznutzer angemessen beteiligen, ist richtig. Die Kritik richtet sich gegen die verengte Sichtweise. Denn die Debatte dreht sich fast ausschließlich um Eigenheimbesitzer mit eigener Photovoltaik-Anlage. Übersehen wird dabei: Rund 44 Millionen Menschen in Deutschland wohnen zur Miete. Sie haben meist keinen Einfluss darauf, ob auf ihrem Dach eine PV-Anlage installiert oder Mieterstrom angeboten wird. Gerade sie drohen, von der dezentralen Energiewende abgehängt zu werden.

Mieterstrom und gemeinschaftliche Gebäudeversorgung leben von einem einfachen Vorteil: Lokal erzeugter Solarstrom kann für Mieter und Wärmepumpen günstiger bereitgestellt werden als Strom aus dem Netz. Werden nun die fixen Preisbestandteile deutlich erhöht, schmilzt genau dieser Vorteil.

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Durch die BEG-Reform wurden Zuschüsse für Mietwohnungen radikal gekürzt. 85% der Fördergelder gehen jetzt an Menschen mit überdurchschnittlich hohem Haushaltseinkommen. So werden die Schwachen weiter benachteiligt.   Wir brauchen eine Förderung, die Gelder sozial gerechter zwischen Mietern und Eigenheimbesitzern verteilt. https://lnkd.in/g8uzHysc   #neinzurBEGreform #BEG #Wohnungswirtschaft #PraxispfadCO2Reduktion

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