Umsetzungslabor zum Bau-Turbo gestartet: Werkstatt bringt über 1.700 Fachleute zusammen
Das „Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung“, auch als „Bau-Turbo“ bekannt, gibt den Kommunen neue Freiheiten, um schneller Baurechte zu schaffen und so den Wohnungsbau voranzutreiben. Doch ein Gesetz allein kann keine Wirkung entfalten. Es bedarf dabei der Praxis, des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen allen relevanten Akteuren. Genau hier setzt das Umsetzungslabor an. Es bringt Politik, Bauwirtschaft, Fachpraxis und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam zu erproben, wie das Gesetz erfolgreich angewendet und die neuen Handlungsspielräume im Baugesetzbuch gemeinsam in die Praxis umgesetzt werden können.
Rund 110 Teilnehmer vor Ort in Berlin und über 1.600 digital Verbundene, von Bürgermeistern zu Planern über Fachleute aus der Bauwirtschaft und Verwaltung bis hin zu Teilnehmern aus der Zivilgesellschaft, nahmen an der Startveranstaltung teil, um ihre Perspektiven einzubringen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, hat die Werkstatt eröffnet. Dazu betonte sie: „Der Bau-Turbo ist nicht nur ein Gesetz, sondern ein mutiges Instrument. Der gemeinsame Start heute setzt ein sichtbares Zeichen: Wenn verschiedene Akteure ihr Wissen und ihre Ideen miteinander verbinden, legen wir das Fundament für schnelleres und zugleich verantwortungsvolles Bauen. Das Umsetzungslabor wird dabei zu einer wichtigen Werkstatt für unsere Bauwirtschaft. Es ist ein Raum, in dem aus Paragraphen lebendige Praxis wird. Und wo wir gemeinsam entwickeln, wie wir den Wohnungsbau ankurbeln und verbessern können.“
„Der Bau-Turbo steht für einen Staat, der gemeinsam mit der Praxis lernt, statt nur zu steuern. Jetzt braucht es Vertrauen darin, dass Kommunen am besten wissen, was vor Ort funktioniert – und Mut, neue Wege zu gehen. Mit dem Umsetzungslabor begleiten wir sie dabei, stärken Dialog und gemeinsames Lernen – und wir bringen die Erfahrungen direkt in die politische Arbeit ein, damit bezahlbares Wohnen, ressourcenschonendes Bauen und Umbauen gelingen„, erklärte Maria Mußotter, Leiterin des Umsetzungslabors von Seiten der Bauwende Allianz zum Start. (tot)