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Sachverständigenrat für Umweltfragen überreicht Stellungnahme zur Kreislaufwirtschaft im Bau

Berlin – Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat am 13. April 2026 seine Stellungnahme „Zirkulär bauen: Bestand erhalten, Kreisläufe schließen“ an Bundesumweltminister Carsten Schneider und Bundesbauministerin Verena Hubertz übergeben. Darin empfiehlt der SRU Kriterien der Kreislaufwirtschaft auf Baumaßnahmen zu übertragen und damit den Umweltschutz auch in der Bauindustrie zu stärken. Denn Bauprodukte wiederzuverwenden und den Bestand stärker zu erhalten spart nicht nur Energie und Ressourcen, so die Umweltexperten. Es reduziert auch klimaschädliche Emissionen. Die Ausrichtung des Bausektors auf Nachhaltigkeit und umweltfreundlichere Beschaffung seien daher wichtige Elemente des Klimaschutzes.

13. April 2026
Baustelle_c_GdW
Foto: GdW

„Die Frage, wie wir bauen, macht für die Umwelt einen großen Unterschied. Die Hälfte des Abfalls entfällt in Deutschland auf Schutt und andere Bauabfälle. Zugleich werden beim Bauen enorm viele Ressourcen verbraucht. Das lässt sich mit guten Konzepten der Kreislaufwirtschaft ändern: Ziel ist, dass ein Gebäude von heute nicht mehr der Abfall von morgen ist, sondern eine Art Rohstofflager. Bestandserhalt ist meist besser als Abriss. Und wiederverwendete Baustoffe können auf unseren Baustellen zum neuen Standard werden. All das macht uns auch unabhängiger von globalen Lieferketten und von Preisschwankungen bei Baumaterialien“, erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider dazu.

„Zirkuläres Bauen ist einer der Schlüssel für bezahlbares und ressourcenschonendes Wohnen. Wir wollen Gebäude von Anfang an so planen, dass Materialien lange genutzt, wiederverwendet und am Ende eines Gebäudelebens möglichst in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Deshalb treiben wir im Bauministerium die Lebenszyklusbetrachtung in der Neubauförderung voran und fördern den Umbau sowie die kreative Umnutzung bestehender Gebäude. Denn jedes Haus, das wir weiterbauen statt abreißen, spart Ressourcen, Energie und Kosten. Die Stellungnahme des SRU ist für uns Rückenwind, diesen Weg entschlossen weiterzugehen“, so Bundesbauministerin Verena Hubertz.

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) wurde 1971 als unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Bundesregierung zu Umweltfragen eingerichtet. Gemäß seiner rechtlichen Grundlage begutachtet er die jeweilige Situation der Umwelt und deren Entwicklungstendenzen sowie umweltrelevante politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aktivitäten. Er soll Fehlentwicklungen benennen und Möglichkeiten zur Vermeidung oder Beseitigung von Umweltproblemen aufzeigen. (tot)

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