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Programm RegioStrat: Strategische Regionalentwicklung als Motor für Klimaschutz, Strukturwandel und Daseinsvorsorge

Berlin – Viele Regionen Deutschlands stehen vor tiefgreifenden Transformationsprozessen, von industrieller Neuansiedlung über die Energiewende bis hin zu wachsenden Infrastrukturbedarfen. Mit dem Bundesprogramm „RegioStrat – Strategische Regionalentwicklung“ zielt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) auf eine Stärkung von Regionen ab, die vor tiefgreifenden Transformationsprozessen stehen.

5. März 2026
WG UNITAS eG
Pilotprojekt: Die Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG hat in der Feldstraße 6 in Delitzsch ein Mehrfamilienhaus saniert und mit Photovoltaik, Batteriespeicher und elektrischen Heizungen ausgestattet.Foto: UNITAS eG

Nach dem Programmstart im Jahr 2024 werden nun 12 weitere Vorhaben für die kommenden drei Jahre mit jeweils bis zu 450.000 Euro gefördert. Ziel ist es, wirtschaftliche Entwicklung, Energiewende, Fachkräftesicherung und soziale Infrastruktur strategisch zusammenzudenken und so Strukturwandel aktiv zu gestalten.

„In unseren Regionen entscheidet sich, ob Strukturwandel und Klimaschutz gelingen. Hier werden großflächige Industrieansiedlungen geplant, Krankenhäuser gesichert und Windparks umgesetzt. Mit RegioStrat bringen wir wirtschaftliche Entwicklung, erneuerbare Energien und Fachkräftesicherung zusammen und unterstützen zwölf weitere Vorhaben in den kommenden drei Jahren mit jeweils bis zu 450.000 Euro“, sagte Sabine Poschmann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Projekte als Beispiele:

„Strategische Regionalentwicklung im NetZero Valley Nordwest Deutschland“ (Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems): An der Niedersächsischen Nordseeküste entsteht derzeit das „NetZero Valley Nordwest Deutschland“. Hierbei haben sich verschiedene Akteure in der Region zusammengeschlossen, um gemeinsam die Ansiedlung von „grünen Industrien“ und die Entwicklung von „Netto-Null-Technologien“ in den Bereichen Wasserstoff, Solartechnologien sowie Batteriespeicher voranzutreiben. Das BMWSB unterstützt mit RegioStrat diese industrielle Wende und ermöglicht eine strategische Vorausschau sowie regionalplanerische Integration. 

„VerNetzt VerBunden VerAntwortung – Strategische Regionalentwicklung für die Region Elbe-Elsteraue“ (Landkreis Elbe-Elster): Im Landkreis Elbe-Elster soll der Bundeswehrstandort Schönewalde/Holzdorf deutlich ausgebaut werden. Es wird mit einem Zuzug von bis zu 7.000 Personen gerechnet. Daraus resultieren enorme Herausforderungen für die Bereitstellung von Wohnraum, die medizinische Versorgung und den öffentlichen Nahverkehr. Um diesen erfolgreich zu begegnen und eine nachhaltige Entwicklung anzuschieben, wollen die Partner im Landkreis mit der Förderung des BMWSB ein Strategisches Regionales Entwicklungskonzept erarbeiten. Ziel ist es, den zu erwartenden Entwicklungsschub für die Region nachhaltig zu nutzen.

Nachfolgend eine Übersicht der 12 neu geförderten
Vorhaben:

Net Zero Valley Nordwest Deutschland (Amt für regionale
Landesentwicklung Weser-Ems)

Integrierte Gewerbeflächenstrategie 2035 Region Bremen
(Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen e.V.)

SREK 2040 – Zukunft Bergisches Städtedreieck (Bergische
Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH)

VerNetzt VerBunden VerAntwortung – Region Elbe-Elsteraue
(Landkreis Elbe-Elster)

Future(S)Port KielRegion (KielRegion GmbH)

Ostwürttemberg VernEEtz 2.0 (Regionalverband Ostwürttemberg)

Resiliente Versorgungsstrukturen am Südlichen Oberrhein
(Verband Region Südlicher Oberrhein)

SINA – Soziale Innovation für Arbeits- und Lebensräume
(Landkreis Ludwigslust-Parchim)

Vitale Ortskerne im Hunsrück-Nahe-Raum (Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe)

Hohe Schrecke – Wohnstandort zwischen Stadt und Land
(Förderverein Hohe Schrecke e.V.)

Fachkräftesicherung im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
(Landkreis Anhalt-Bitterfeld)

Zukunftsregion Landkreis Börde (Landkreis Börde) (tot/schi)
www.bbsr.bund.de

🏗️ Baugenehmigungen steigen – jetzt muss aus Zuversicht bezahlbarer Wohnraum werden Die Genehmigungszahlen zeigen weiter nach oben: Im Juli wurden bundesweit 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von Januar bis Juli waren es 148.800 Wohnungen – ein Plus von 12,9 Prozent. Besonders wichtig für den Mietwohnungsbau: Bei neuen Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 15,1 Prozent auf 79.700. Das ist ein ermutigendes Signal. Aber: Eine Genehmigung ist noch keine gebaute und vor allem keine bezahlbare Wohnung. Auch die jüngste ifo-Umfrage zeigt: Die Zuversicht im Wohnungsbau wächst, die aktuelle Geschäftslage bleibt jedoch schwierig. Was jetzt zählt: 🏠 Baukosten dauerhaft senken – mit einem praxistauglichen Gebäude-Basisstandard und weniger kostentreibenden Anforderungen. 🏠 Gebäudetyp E endlich rechtssicher machen. Die Verzögerungen dürfen so nicht weitergehen. 🏠 Serielles und modulares Bauen stärken und Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen. 🏠 Neubauförderung verlässlich gestalten, insbesondere für das bezahlbare mittlere Mietsegment, und die EH55-Plus-Förderung über das Jahresende hinaus fortführen. 🏠 Bei der Sonder-AfA nach § 7b EStG das vorgeschriebene Effizienzhaus-Niveau auf den kostengünstigeren EH55-Standard absenken. 📣 Bezahlbarer Neubau braucht mehr als steigende Genehmigungszahlen. Er braucht Rahmenbedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen tatsächlich bauen können – und Menschen sich die entstehenden Wohnungen leisten können.

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