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Positive Signale bei den Baugenehmigungen reichen nicht aus – Geschäftsklima im Wohnungsbau bricht ein

Berlin – Die vom Statistischen Bundesamt am 18. Mai 2026 veröffentlichten Zahlen zu den Baugenehmigungen zeigen für März 2026 eine leichte Aufwärtsbewegung. Bundesweit wurden rund 21.800 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei Mehrfamilienhäusern lag der Zuwachs im ersten Quartal 2026 bei 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

18. Mai 2026
pixabay
Das EH55-Programm war schon früher sehr beliebt ist aus Sicht der Wohnungswirtschaft genau der richtige Weg, um dringend benötigte Wohnungen zügig zu realisieren.Foto: pixabay

„Die jetzt genehmigten Projekte stammen überwiegend noch aus einer Phase vor der jüngsten Verschlechterung der Rahmenbedingungen durch steigende Zinsen und erneut höhere Materialkosten. Deshalb ist bei der Bewertung der weiteren Entwicklung große Zurückhaltung angebracht. Die Auswirkungen der neuen Lage werden sich erst in den kommenden Monaten in den Genehmigungszahlen widerspiegeln“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Denn nach Angaben des ifo Instituts verschlechtert sich die wirtschaftliche Stimmung im Wohnungsbau aktuell massiv. Das Geschäftsklima im Wohnungsbau ist nach der neuesten ifo-Konjunkturumfrage im April 2026 von minus 19,3 auf minus 28,4 Punkte eingebrochen – der stärkste Rückgang seit April 2022. Besonders die Erwartungen der Unternehmen haben sich deutlich eingetrübt.

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Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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