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Mietrecht: Verbände der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft kritisieren Ultra-Kurz-Frist und lehnen Gesetzentwurf ab

Berlin – Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) hat mit großer Verwunderung die sehr kurze Fristgewährung für eine Stellungnahme zum „Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Rechts der Wohnraummiete“ über den dritten Advent durch das Bundesjustizministerium zur Kenntnis genommen. Die Verbände der BID äußern sich deshalb inhaltlich nicht zu dem Entwurf.

9. Januar 2025
Recht So

„Die BID lehnt den Gesetzentwurf insgesamt ab und wird deshalb keine inhaltliche Stellungnahme abgeben. Damit die Branche ihren unverzichtbaren Beitrag zur Entspannung der Wohnungskrise leisten kann, sind stabile Rahmenbedingungen erforderlich. Der vorliegende Gesetzentwurf und insbesondere der Kabinettsbeschluss vom 11. Dezember 2024 zur Verlängerung und Verschärfung der Mietpreisbremse beeinträchtigen das Investitionsklima jedoch nachhaltig und tragen damit zur Verfestigung der Krise im Mietwohnungssektor bei, statt sie zu lösen.

Es zeugt nicht von Respekt des Bundesjustizministeriums den angesprochenen Verbänden und dem Themenkomplex Wohnen gegenüber, wenn am Freitagmittag eine Frist über das Adventswochenende bis Montag eingeräumt wird. Derartige Überrumpelungen haben wir zuletzt Ostern 2023 mit der geforderten Stellungnahme zu dem Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes erlebt. Gerade das für alle Bürgerinnen und Bürger zentrale Thema Wohnen verdient die professionelle Bearbeitung aller Beteiligten und keine Schnellschüsse im Wahlkampf“, kritisierte der BID-Vorsitzende Dirk Salewski.

„Die aktuellen Zahlen sprechen für die Dramatik: Im September 2024 wurden in Deutschland 15.300 Wohnungen genehmigt – 23,1 Prozent oder 4.600 Genehmigungen weniger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis September 2024 sank die Zahl der Baugenehmigungen auf 157.200, was fast 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt.

Die Wohnraumknappheit verschärft sich weiter. Aktuell fehlen 600.000 Wohnungen, und ohne Gegenmaßnahmen könnte die Neubaulücke bis 2027 auf 830.000 anwachsen“, so Salewski in Berlin. (kag)

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