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Haushaltsentwurf 2026: Weniger Geld für Gebäudesanierungen – Ruf nach Kurswechsel in der Klimapolitik

Berlin – Der Haushaltsentwurf des Bundeskabinetts für 2026 zeigt, wie angespannt der finanzielle Spielraum geworden ist. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) soll um rund ein Fünftel gekürzt werden. Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Deutschland und die Initiative „Praxispfad CO₂-Reduktion im Gebäudesektor“ sehen darin ein deutliches Signal, dass im Gebäudesektor ein grundlegendes Umdenken nötig ist.

14. August 2025
adobestock.com

Statt teurer Effizienzstandards fordern sie einen stärkeren Fokus auf kosteneffiziente CO₂-Reduktion. Der Praxispfad der Initiative, die inzwischen über 600 Unterstützer hat, sieht vor, die Klimaziele mit deutlich geringeren Mitteln zu erreichen: Während der aktuelle Effizienzpfad rund 50 Milliarden Euro staatliche Förderung pro Jahr erfordert, wären nach diesem Modell nur 18 Milliarden Euro nötig – bei gleicher CO₂-Minderung. Das entspräche 60 Prozent weniger Kosten bei gleichem Klimanutzen.

Die Politik müsse sich entscheiden, so die Initiatoren: Entweder weiter knappe Mittel in ineffiziente Maßnahmen investieren oder einen realistischen, sozial verträglichen Klimaschutz im Gebäudebereich ermöglichen. (zeis)

Mehr Baugenehmigungen – aber trübe Stimmung beim #Wohnungsbau 🏗️ Die Baugenehmigungen steigen zwar (August: +6,8 %), doch von einer echten Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sind wir weit entfernt. Die harten Fakten: 👉 Massive Lücke: Wir brauchen jährlich 320.000 neue Wohnungen, erwarten in diesem Jahr aber nur rund 200.000 Fertigstellungen. 👉 Getrübtes Klima: Das ifo-Institut meldet für September -25,1 Punkte im Wohnungsbau; 41,3 % der Unternehmen klagen über Auftragsmangel. 👉 Das Kernproblem: Solange sich der Neubau wirtschaftlich nicht rechnet, bleiben genehmigte Wohnungen schlicht ungebaut. Was jetzt geschehen muss: 1. Gebäudetyp E schnell umsetzen: Einfacher Gebäudebasisstandard („E wie einfach“) baut kostentreibende Anforderungen ab. 2. Verlässliche Förderung: Förderlücken bei der Neubauförderung (EH55-Plus) und Kürzungen für 2027 müssen unbedingt vermieden werden. 3. Rahmen- und Investitionsbedingungen verbessern: Die Investorenkonferenz der Bundesregierung am 19./20. Oktober muss endlich konkrete wirtschaftliche Taten liefern.

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