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Glasfaser: Wohnungsunternehmen treiben Ausbau aktiv voran – faire Bedingungen und kooperative Haltung der Anbieter vonnöten 

Berlin – Die Wohnungswirtschaft wird den Glasfaserausbau bis in die Wohnungen (FTTH) in den nächsten Jahren massiv ausweiten: Innerhalb von zwei Jahren soll sich der Anteil der mit Glasfaser versorgten Wohnungen so auf rund 45 Prozent verdoppeln. Und in 5 Jahren sollen 75 Prozent, in 10 Jahren fast 95 Prozent der Wohnungen eine direkte Glasfaseranbindung haben. Diese Kraftanstrengung ergibt sich aus den Investitionsplänen der 3.000 vom GdW vertretenen Wohnungsunternehmen. Soweit die Telekom jüngst Hemmnisse beim Glasfaserausbau in Wohngebäuden beklagt, spiegelt dies nicht die Realität dieser Unternehmen wider.

14. November 2025
brave-4K - stock.adobe.com
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Im Gegenteil: „Die Wohnungswirtschaft selbst würde noch deutlich mehr Glasfasernetze errichten können. Aber: ausgerechnet diejenigen, die den direkten ‚Draht‘ zum Mieter haben, sind anders als alle anderen Unternehmen von fairen Mitnutzungsentgelten gesetzlich ausgeschlossen. Das ist eine absolute Wettbewerbsverzerrung und massive Ungerechtigkeit“, sagt Gedaschko.

Nicht förderlich für einen zügigen und fair ablaufenden Ausbau seien auch im Auftrag der Telekom und anderer Betreiber tätige „Drückerkolonnen“, die in einer völlig unangemessenen Weise Mieterinnen und Mieter mit teils falschen Versprechen verunsicherten und letztlich enttäuschten. Zudem beklagen Kommunen und Bürger beim Glasfaserausbau mehrfach aufgerissene Straßen, die nicht ordnungsgemäß wieder instandgesetzt werden. So wird das Image der Glasfaser gerade bei den Endkunden nachhaltig beschädigt.  

Ein Lichtblick und zu begrüßen ist aus Sicht der Wohnungswirtschaft, dass das zuständige Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) bei der anstehenden Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) plant, die sogenannte „Konzernklausel“ abzuschaffen damit Netzbetreibern und Wohnungsunternehmen gleiche Refinanzierungsbedingungen einzuräumen. „Wichtig ist, dass die TKG-Novelle nicht neue investitionshemmende Regulierungen schafft, sondern Kooperationsanreize für einen beschleunigten Glasfaserausbau fördert“, sagt der GdW-Präsident. 

Der GdW verweist zudem auf mit mehreren Netzbetreibern abgeschlossene Musterregelungen zum Glasfaserausbau, die schnellere, rechtssichere Vereinbarungen ermöglichen. Nach Aussage der Telekom vor mehreren Monaten wurde auch dadurch der Ausbau von mehr als fünf Millionen Wohnungen beauftragt. „Wir freuen uns, dass die Telekom bei unseren Unternehmen dabei von einem restriktiven Ein-Faser-Ausbau auf einen wettbewerbsfreundlichen Vier-Faser-Ausbau zum Vorteil unserer Mieterinnen und Mieter geschwenkt ist“, sagt Gedaschko. Diesen konstruktiven Weg gelte es nun weiter konsequent gemeinsam zu beschreiten. (schi)

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