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Bundesrat verlangt einheitliche Gebäudedatenbank

Berlin – Der Bundesrat fordert Nachbesserungen am Entwurf der Bundesregierung zur Änderung des Wärmeplanungsgesetzes. Vor allem die Datenerhebung und Datenverarbeitung sollen für die Gemeinden handhabbarer werden. Die Länderkammer verlangt „eine flächendeckende, standardisierte und datenschutzkonforme Gebäudedatenbank“. Das geht aus einer Stellungnahme des Bundesrats hervor, die als Unterrichtung vorliegt. Der Gesetzentwurf sieht Erleichterungen und eine vereinfachte Wärmeplanung für kleinere Gemeinden mit bis zu 15.000 Einwohnern vor, um den bürokratischen und finanziellen Aufwand zu senken.

10. September 2026
Mirko - stock.adobe.com
Foto: Mirko - stock.adobe.com

Der Bundesrat betonte, dass die Wärmewende im Gebäudesektor ohne eine national einheitliche Gebäudedatenbank nicht gelingen könne. Die fragmentierte Datenlage und fehlende rechtliche Grundlagen erschwerten die Umsetzung. Gleichzeitig entstünden durch parallele Datenbanken, aus Vorgaben der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD), der Energieeffizienz-Richtlinie (EED) sowie des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) unnötige Doppelstrukturen und hohe Kosten für Kommunen, Länder und den Bund. „Der Bundesrat weist auf die erforderliche Implementierung einer nationalen Gebäudedatenbank hin“, hieß es in der Unterrichtung. Im Interesse einer schnellen Umsetzung, Ressourceneffizienz und zur Vermeidung von Doppelstrukturen seien mehrere isolierte Datenbanken zu vermeiden. Die Länderkammer halte es für erforderlich, dass der Bund die rechtlichen Voraussetzungen und technischen Grundlagen für die Einrichtung einer einheitlichen, systemoffenen Datenbank schaffe, die der Umsetzung der EPBD, der EED, des WPG sowie dem Vollzug des gebäudebezogenen Energierechts dienen könne.

Die Bundesregierung teilte die Einschätzung des Bundesrates allerdings nicht, dass die Einrichtung einer einheitlichen, systemoffenen Datenbank erforderlich sei. Die Entwicklung einer großen integrierten Datenbank sei aufgrund der hohen und sehr unterschiedlichen Anforderungen an die einzelnen Datenbanken nach Einschätzung der Bundesregierung nicht die effizienteste und sicherste Lösung. Die Bundesregierung halte es für zielführender, die einzelnen in ihrer Komplexität beherrschbaren Datenbanken, beispielsweise über Schnittstellen, miteinander zu verzahnen, sodass ein effizienter Datenaustausch gewährleistet sei und Doppelstrukturen vermieden werden könnten. (pau)

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🚨 Wohnungswirtschaft warnt vor Sanierungsbremse: #Wärmewende bei Mietwohnungen droht unbezahlbar zu werden Im Vorfeld der Bauministerkonferenz und mit Blick auf die Haushaltsverhandlungen warnt der #GdW: Die neuen Förderbedingungen der BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) drohen die Wärmewende im Mietwohnungsbau massiv auszubremsen. Die harten Fakten am Beispiel eines Mehrfamilienhauses mit zwölf Parteien: 📉 Die förderfähige Kostenbasis für Einzelmaßnahmen sinkt von 360.000 Euro auf nur noch 153.000 Euro – ein Einbruch von 57,5 Prozent. Das trifft keine Luxussanierungen, sondern genau die sozial orientierten Vermieter, die große Bestände schrittweise und bezahlbar klimaneutral machen müssen. Wer die Kostenbasis für Mehrfamilienhäuser mehr als halbiert, gefährdet bezahlbaren Wohnraum und lässt hohe Energiekosten für Mieterinnen und Mieter unnötig lang bestehen. Die Forderungen des GdW an den Bund: 1️⃣ Kürzung zurücknehmen: Die degressive Kürzung der förderfähigen Kosten bei Mehrfamilienhäusern stoppen. 2️⃣ SerSan-Bonus ausweiten: Den Bonus für serielles Sanieren (SerSan) auf den praxisnahen Standard Effizienzhaus 85 öffnen. 3️⃣ Fokus auf Wirkung: Die Förderung konsequent an echter CO₂-Minderung, Einfachheit und Kostenwirksamkeit ausrichten – statt nur auf den theoretisch höchsten Standard. Die #Bauministerkonferenz muss ein klares Signal an den Bund senden: Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen und auskömmlicher Förderung kann langfristig in den Klimaschutz investiert werden!

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