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Bezahlbares Bauen als neues Normal: Wohnungs- und Immobilienwirtschaft drängen auf schnelle Umsetzung des Gebäudetyp E

Berlin – Die BID (Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland) fordert eine schnelle politische Entscheidung zur Einführung des Gebäudetyps E und einen grundlegenden Perspektivwechsel im Wohnungsbau: Kostenoptimiertes Bauen darf nicht länger die Ausnahme sein, die aufwendig geregelt werden muss, sondern muss zum neuen Normal werden.

15. Dezember 2025
Hand stacking colorful wooden blocks


„Wir sollten nicht versuchen, beim Gebäudetyp E komplizierte Ausnahmen von zu hohen und unnötigen Standards zu regeln. Was wir stattdessen brauchen, ist ein Paradigmenwechsel: ein klar definierter, kostengünstiger Standard, der als „neues Normal’ gelten muss”, so die Verbände der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.

Das derzeitige Verfahren zum Gebäudetyp E im Bundesministerium der Justiz und im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen dauert aus Sicht der Immobilien- und Wohnungswirtschaft zu lange und bremst dringend benötigten, bezahlbaren Wohnungsbau aus. Jeder weitere Monat Verzögerung verteuert den Wohnungsbau und verschärft die Wohnungsknappheit.

Der Gebäudetyp E soll kostengünstigeres Bauen ermöglichen, indem auf überzogene Komfort- und Ausstattungsstandards verzichtet wird. Dieses Ziel unterstützt die BID ausdrücklich. Kritisch sieht sie jedoch, dass der Gebäudetyp E bislang vor allem als kompliziertes Sondermodell gedacht wird, bei dem Abweichungen vom bisherigen Standard aufwendig vertraglich geregelt und juristisch abgesichert werden müssen.

„Der kostenoptimierte Basiswohnstandard ist kein Minimalstandard, sondern eine kluge, pragmatische Antwort auf die Realität: Er setzt Prioritäten und macht bezahlbares Bauen wieder umsetzbar. Die Kombination aus schneller Genehmigung durch den Abwägungsvorrang und klar definierten Standards für kostengünstiges Bauen legt den Grundstein für einen Wohnungsmarkt, der handlungsfähig, dynamisch und zukunftsfähig ist“, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Damit der Gebäudetyp E wirken kann, braucht es einfache und verlässliche Regeln für zulässige Abweichungen und Haftungssicherheit für Planer und Bauausführende. Wer den Basisstandard einhält, baut bezahlbar und vermietet rechtssicher. Wenn jedes Projekt individuelle Sondervereinbarungen braucht, wird der Gebäudetyp E aus Sicht der Verbände in der Praxis nicht funktionieren.

Die BID schlägt deshalb einen Perspektivwechsel vor: Ein klar definierter kostenoptimierter Basiswohnstandard wird zum neuen Normalfall im Wohnungsbau. Auf teure Übererfüllung technischer Normen wird verzichtet,
solange Sicherheit und Gesundheit gewährleistet sind. Alles, was darüber hinausgeht, bleibt weiterhin möglich, ist dann aber eine freiwillige Aufwertung.

Der Ansatz ist bewusst einfach: Ein wirtschaftlicher, funktionaler Mindeststandard für gebrauchstaugliches Wohnen, rechtssicher umgesetzt, flexibel über Verordnungen weiterentwickelbar und im Einklang mit den Landesbauordnungen. So werden zusätzliche Vertragsklauseln oder Haftungsrisiken überflüssig, und Projekte lassen sich planbar umsetzen.

„Niemand will schlechteres Wohnen“, betonte BID-Vorsitzende Iris Schöberl. „Aber wir brauchen einen realistischen Standard, der bezahlbares Wohnen wieder möglich macht. Heute ist das Gegenteil der Fall.“

Deshalb braucht es jetzt eine klare politische Entscheidung. Der kostenoptimierte Basiswohnstandard kann der Durchbruch sein “–wenn wir den Mut haben, einfache, robuste Lösungen wieder zum Normalfall zu machen”, so
die BID.

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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