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Baugenehmigungen steigen – positive Impulse im Mehrfamilienhausbau, aber noch unter dem notwendigen Niveau

Berlin – Die heute veröffentlichten Baugenehmigungszahlen für den Zeitraum Januar bis September 2025 zeigen einen spürbaren Anstieg: Insgesamt wurden 175.600 Wohnungen genehmigt, das waren 11,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders wichtig ist das Plus im Mehrfamilienhausbau, dem zentralen Segment für bezahlbaren Wohnraum. Hier wurden von Januar bis September 93.100 Wohnungen genehmigt – ein Anstieg um 13 Prozent.

20. November 2025
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宜然 左 - stock.adobe.com

Der kräftige Anstieg von fast 60 Prozent bei den Baugenehmigungszahlen mit Blick allein auf den Monat September 2025 ist maßgeblich auf den sehr schwachen Vorjahresmonat 2024 zurückzuführen, als aufgrund eines historischen Tiefstands nur 15.300 Wohnungen genehmigt wurden.

„Die aktuellen Zahlen sind ermutigend. Insbesondere der Aufschwung im Mehrfamilienhausbau lässt hoffen, dass wieder Bewegung in den Markt kommt“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. „Gleichzeitig bleibt klar: Wir arbeiten uns von einem sehr niedrigen Niveau nach oben. Damit aus der Stabilisierung tatsächlicher Fortschritt entsteht, braucht es jetzt verlässliche Rahmenbedingungen, wirtschaftliche Förderung und eine echte Beschleunigung beim Planen und Bauen.“

Was jetzt für mehr Wohnungsbau notwendig ist

Für eine nachhaltige Erholung des Wohnungsbaus braucht es ein strukturell stabiles Fundament. Dazu gehört die „Fast Lane“ fürs Wohnen – also ein Abwägungsvorrang zugunsten Wohnungsbaus –, wirtschaftliche und verlässliche Förderbedingungen sowie klar beschleunigte und digitalisierte Planungsprozesse. Ebenso wichtig sind realistische Baustandards, die den Bau bezahlbarer Wohnungen nicht unnötig verteuern. Eine dauerhaft auskömmliche Förderung ist Voraussetzung dafür, dass die Wohnungswirtschaft verlässlich investieren und ausreichend Wohnraum für die breite Mitte schaffen kann.

EH55-Förderung als wichtiges Signal

Der GdW begrüßt die vorgesehenen 800 Millionen Euro für die Wiederbelebung der EH55-Förderung ab 2026. Diese Mittel können dazu beitragen, viele bereits geplante, aber aufgeschobene Projekte wieder anzuschieben – vorausgesetzt, die Förderung wird verstetigt und über mehrere Jahre stabil ausgestaltet.

Gebäudetyp E als Chance für bezahlbares Bauen

Mit dem geplanten Gebäudetyp E besteht erstmals die realistische Möglichkeit, Baukosten zu senken, ohne an der Sicherheit zu sparen. Weniger bindende Normvorgaben und mehr Entscheidungsspielraum könnten den Wohnungsbau spürbar wirtschaftlicher machen. Wenn Länder und Förderprogramme diesen Ansatz konsequent unterstützen, kann der Gebäudetyp E zu einem wichtigen Baustein werden, um den Neubau zu beschleunigen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. (schi)

Die #Wärmewende scheitert nicht an fehlenden Projektideen. Entscheidend ist ihre Finanzierung – und die richtige politische sowie regulatorische Rahmensetzung. Neue Wärmenetze und moderne Infrastrukturen benötigen viel Kapital und lange Planungshorizonte. Gleichzeitig beeinflussen Regulierungen, die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), Baukosten und Anschlussquoten die Wirtschaftlichkeit. Doch wie gelingt der praktische Übergang? Von Fragen wie dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) auf dem Prüfstand bis hin zur Frage, wie man Fernwärme und Wärmepumpe intelligent miteinander versöhnen kann, gibt es viel zu besprechen. Stadtwerke, Banken, Investoren und die Wohnungswirtschaft müssen daher früh klären: • Welche Projekte erfüllen die Finanzierungskriterien? • Wie lassen sich Risiken fair verteilen? • Welche Förderinstrumente und Rahmenbedingungen (wie das GMG oder die Kommunale Wärmeplanung) schaffen echte Planungssicherheit? • Wie entstehen tragfähige Refinanzierungsmodelle im Wärmemarkt? Genau diesen drängenden Fragen widmen wir uns bei der Energiemanager-Konferenz 2026 im Rahmen des Themenblocks „Positionen zum Fortgang der Wärmewende“. Wir freuen uns sehr auf den hochkarätigen Austausch und die Diskussion mit starken Expertinnen und Experten aus der Praxis: 🎙️ @[Ingeborg Esser] (Hauptgeschäftsführung, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) 🎙️@[Kerstin Andreae] (Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, @[BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]) 🎙️ Klaus Köhler (Partner, m3 management consulting) 🎙️ Andreas Reinhardt (Geschäftsführer, @[Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH]) https://lnkd.in/dKMhAs-f

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