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Baugenehmigungen steigen – bezahlbarer Neubau braucht aber mehr als Zuversicht

Berlin – Im Juli wurden in Deutschland 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar
bis Juli summiert sich die Zahl auf 148.800 Wohnungen und liegt damit 12,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Bei neuen Mehrfamilienhäusern stiegen die Genehmigungen um 15,1 Prozent auf 79.700 Wohnungen. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW sieht darin ein ermutigendes Signal, aber noch keine Entwarnung für den bezahlbaren Mietwohnungsbau.

24. September 2026
icon_immobilie04_1548x1152px_©Grand Warszawski

„Die steigenden Genehmigungszahlen zeigen: Es gibt den Willen, Wohnungen zu bauen. Entscheidend ist aber, ob sich diese Wohnungen zu Mieten realisieren lassen, die die Menschen bezahlen können. Genau daran scheitern weiterhin zu viele Vorhaben. Unsere sozial orientierten Wohnungsunternehmen vermieten dauerhaft günstig und können hohe Bau- und Finanzierungskosten nicht einfach weiterreichen“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des GdW.

Auch die jüngste ifo-Konjunkturumfrage zeigt, wie fragil die Erholung bleibt. Das Geschäftsklima im Wohnungsbau verbesserte sich im August von minus 29,0 auf minus 22,7 Punkte. Dahinter stehen vor allem optimistischere Erwartungen. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage blieb aber unverändert.

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Bezahlbarer Wohnungsbau braucht echte Vorfahrt statt Symbolpolitik! 🏗️📉 Anlässlich der Bundestags-Anhörung zum geplanten BauGB-Update stellt der GdW klar: Zwar sind schnellere, digitale Verfahren und Erleichterungen beim seriellen Bauen ein Schritt in die richtige Richtung – beim wichtigsten Hebel, dem Abwägungsvorrang für bezahlbaren Wohnungsbau, droht das Gesetz jedoch zu kurz zu greifen. Das muss sich ändern: Echter Abwägungsvorrang: Die geplante Bevorzugung des Wohnungsbaus darf nicht auf die abstrakte Bauleitplanung beschränkt bleiben, sondern muss auch für konkrete Vorhaben und den unbeplanten Innenbereich gelten. Im Zweifel muss es heißen: Im Zweifel für den Wohnungsbau! Keine neuen Kostenfallen: Die geplante Ersatzgeldpflicht bei Eingriffen in Natur und Landschaft würde das Bauen gerade in dicht besiedelten Metropolen weiter verteuern – das Gegenteil dessen, was wir aktuell brauchen. Verfahren entbürokratisieren: Schluss mit unnötigen Hürden, damit bezahlbarer Wohnraum endlich schneller entstehen kann. Wir brauchen jetzt Gesetze, die in der Praxis wirken und den Druck auf den angespannten Wohnungsmärkten spürbar senken.

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