Brandenburgs Wohnungswirtschaft: Bezahlbar bleiben wird immer teurer
Potsdam – Brandenburgs Wohnungsunternehmen sichern bezahlbare Mieten und investieren weiter erhebliche Mittel in ihre Bestände. Doch ihre Mieteinnahmen halten mit den stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten nicht Schritt. Das belastet ihre Investitionskraft: 2025 gingen die Investitionen erstmals seit 2019 zurück. Gleichzeitig stehen mit der zweiten Modernisierungswelle neue Aufgaben an. „Unsere Unternehmen leisten viel für gutes und bezahlbares Wohnen und für die Entwicklung ihrer Städte“, erklärte BBU-Vorständin Maren Kern. „Damit sie diese Arbeit fortsetzen können, muss die Förderung stärker mit den Aufgaben und Kosten Schritt halten. Das ist eine Investition in Brandenburgs Zukunft.“
Zu den gestiegenen Kosten kommen die starke Aufwärtsentwicklung der Zinsen und die Unsicherheiten der künftigen Förderbedingungen, insbesondere auf Bundesebene. Sie erschweren belastbare Kalkulationen und führen dazu, dass Unternehmen Projekte verschieben oder zeitlich strecken müssen. Das schlägt sich in der Investitionsbilanz nieder: 2025 investierten die Brandenburger BBU-Mitgliedsunternehmen rund 688 Millionen Euro – 6,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Preisbereinigt betrug der Rückgang sogar 11,4 Prozent. „Der Bedarf an Wohnungen und Modernisierungen lässt sich aber nicht aufschieben. Deshalb brauchen unsere Unternehmen Bedingungen, unter denen sie aus langfristigen Planungen auch verbindliche Investitionsentscheidungen machen können“, erklärte Kern.
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